Neulich in der Sneak: Knock Knock

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Wieder einmal hat es mich in die Sneak Preview verschlagen, und diesmal gab es einen Film mit Keanu Reeves. „Knock, Knock“ der Titel, den man gleich mal im Englischen belassen hatte – vielleicht, weil „Klopf, Klopf“ dann doch ein bißchen albern geklungen hätte. Regie führte Eli Roth, dessen Namen ich zwar kannte, von dem ich aber bisher nur den Film „Cabin Fever“ gesehen hatte, der die Ehre hat, maßgeblich dazu beigetragen zu haben, daß Horrorfilme mir ein Graus sind.
Wie dem auch sei – in der Sneak ließ ich mich dennoch auf den Film, der geboten wird, ein, und so tat ich es auch bei diesem. Prinzipiell vermute ich erst einmal in jedem Film das Potential, mich positiv zu überraschen. Nun, dieser hatte es definitiv nicht. In meinen Augen ist dieser Film – trotz Keanu Reeves – nichts weniger als absolute Verschwendung von Lebenszeit. Zu keiner Zeit ist er auch nur ansatzweise spannend oder überraschend, und die Figuren sind so uninteressant, wie es nur geht.
Drei Hauptfiguren gibt es: einen Familienvater, der ein Wochenende lang allein zu Haus ist, und zwei junge Frauen, die am ersten Abend im strömenden Regen scheinbar zufällig an seiner Tür stehen und um Hilfe bitten, ihn verführen, anschließend abwechselnd behaupten, Teenager oder Erwachsene zu sein, ihn schließlich gefangennehmen und ihre Spielchen mit ihm spielen, die schnell völlig durchgeknallt werden und in Folter ausarten. Das allein ist eigentlich schon öde genug – ich frage mich immer, wieso man sowas für verfilmungswürdig hält, und wieso es dann Leute gibt, die das für ansehenswert halten. Bei dieser Handlung – die ich jetzt hier leider schon verraten habe, sorry – überrascht es auch nicht, daß der Film daraus nichts mehr machen kann, was mich als Zuschauer auch nur geringfügig interessieren würde.
Soweit wäre das alles ja vielleicht Geschmackssache. Aber was bitte will mir ein Film eigentlich sagen, der es nicht mal für nötig hält, daß ich als Zuschauer etwas über die Motivation und den Hintergrund der drei Hauptfiguren erfahre? Warum handeln sie, wie sie handeln? Dazu sagt der Film so ziemlich genau gar nichts. Ich hatte sogar den Eindruck, selbst die Filmemacher haben sich für ihre Figuren nicht die Bohne interessiert. Die Mädels sind einfach nur durchgeknallt, der Familienvater liebt zwar seine Familie, aber ist eben auch nur ein Mann, der sich angesichts der beiden leckeren Maiden einfach seiner Hormone nicht erwehren kann. Geht’s noch flacher?
Warum Keanu Reeves bei diesem Film nicht nur mitwirkte, sondern auch noch ausführender Produzent war, ist und bleibt mir ein Rätsel. Selten habe ich bei einem Film so früh schon auf die Uhr geschaut und mir gewünscht, er wäre endlich vorbei. Und als er es dann ist, kann ich die Auflösung wirklich nur als Witz bezeichnen – ok, die verrate ich jetzt mal nicht.
Meine Empfehlung: meiden. Der Film ist nicht mal interessant, wenn man sich langweilt.

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